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Botschaft Malabo unterstützt Aktionswochen zu sexueller Gewalt, HIV und Menschenrechten

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Eine von zwölf Frauen in Äquatorialguinea ist HIV-positiv, nahezu ebenso viele Frauen geben an, innerhalb des letzten Jahres Opfer sexueller Gewalt durch ihren Partner geworden zu sein. Um diese zwei Tabuthemen sowie die Menschenrechte HIV-positiver Frauen drehten sich Seminare der Organisation "Igualdad y Derechos Humanos de la Mujer en Africa, IDHMA" vom 28. November bis 7. Dezember 2016 in Bata und Malabo.

Teilnehmerinnen mit der Präsidentin von IDHMA (Anastasia Nze) und dem Botschafter
Teilnehmerinnen mit der Präsidentin von IDHMA (Anastasia Nze) und dem Botschafter© Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Malabo

Die HIV-Infektionsrate in Äquatorialguinea ist mit mehr als sechs Prozent die höchste in der Region, Frauen sind mit mehr als acht Prozent deutlich häufiger betroffen als Männer (3,7 %). Oft wissen die betroffenen Frauen nicht, welche Rechte sie haben und welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt oder wagen nicht, sie in Anspruch zu nehmen. Um die Kenntnisse über die Menschenrechte und ihre Anwendung auf die spezifische Situation von Frauen mit HIV zu fördern, waren Organisationen der Zivilgesellschaft und betroffene Frauen zu einem dreitägigen Seminar eingeladen.

Frauen, die sexuelle Gewalt erlebt haben und eventuell als Folge davon sich mit HIV infiziert haben, sind bereits in zweifacher Hinsicht Opfer. Sie brauchen und verdienen jede Unterstützung, die wir ihnen geben können.- Sekretärin Katja Nolte, bei der Eröffnung des Seminars
Die Menschenrechte sind universal und gelten für alle gleich. Sie für die Bevölkerung von Äquatorialguinea umzusetzen, besonders für die Benachteiligten und diejenigen, die gleich in mehrfacher Hinsicht zu Opfern geworden sind, ist unser höchstes Ziel. - Antonina Mikue Miko, Beraterin im Präsidialamt verantwortlich für die Gleichstellung der Geschlechter

 Zum Hintergrund: Zwischen dem 25. November, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, und dem 10. Dezember, Tag der Menschenrechte, findet jedes Jahr die Aktion "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" statt. In diesem Rahmen hat Deutschland dieses Jahr zwei Seminare der Organisation "Igualdad y Derechos Humanos de la Mujer en Africa, IDHMA" gefördert, in Bata (Festland) und Malabo.

 Was es bedeutet Opfer zu werden, erfuhr Botschafter Elmar Jakobs im persönlichen Gespräch mit Teilnehmerinnen nach Abschluss des Seminars durch die Schilderung bewegender Einzelschicksale.

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