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Eine Geschichte von Humanität und Integration – Gedenken an das Ende des 1. WK in Malabo

Botschafter und lokale Behörden

Botschafter und lokale Behörden, © Botschaft der Bundesrepublik Deutschland Malabo

07.12.2018 - Artikel

Im Stadtteil St. Maria II in Malabo steht ein Obelisk, der an die Internierung von 18.000 deutschen und afrikanischen Soldaten und Zivilisten während des 1. Weltkrieges erinnert. Anfang  1916 flüchteten sie aus dem benachbarten Kamerun in die damalige spanische Kolonie. Spanien war neutral und die Kolonialverwaltung organisierte eine Internierung gemäß den Völkerrechtsprinzipien. Für die Soldaten, Helfer und ihre Familien war der Krieg beendet – viele fanden später ein neues Zuhause auf Bioko oder in Spanien. Deutsche Familiennamen belegen dies bis heute.

Aus Anlass des 100. Jahrestages des Ende des 1. Weltkrieges konnte das Denkmal von der deutschen Botschaft renoviert werden. Die Stadt Malabo kümmerte sich um die Außenanlagen und frische Farbe. Gemeinsam wurde am 09.11.2018 zum Gedenken geladen – besinnlich und fröhlich zugleich, so  wie es diese besondere Weltkriegsgeschichte vorgibt.

Vor über 150 Gästen erinnerten Bürgermeisterin Maria Coloma Edjang Mbengono, Vizeaußenminister Bonifacio Mitogo Edjang und Botschafter Jakobs an die gemeinsame Geschichte und aktuelle Herausforderungen durch Konflikte, Flucht und Migration. Padre Juan Alo in Vertretung des Erzbischofs von Malabo betete für Frieden und Versöhnung über den Gräbern und die Botschafter aller vor Ort vertretenen kriegsteilnehmenden Staaten legten Kränze nieder.

Nach dem offiziellen Teil gab es Musik, Essen und Trinken und die Nachbarn von Santa Maria II konnten Denkmal und Platz, welcher Teil eines neuen Geschichtspfads durch Malabo werden soll, in Besitz nehmen.


 

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