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Äquatorialguinea: Wirtschaft

28.06.2019 - Artikel

Wirtschaftsstruktur

Die Wirtschaft Äquatorialguineas wird von Erdöl und Gas dominiert. Der Anteil der Erdölwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt liegt bei rund 60 Prozent und 85 % der staatlichen Einnahmen. Die tägliche Gesamtförderung von Erdöl fiel von 300.000 Fass am Tag in 2007 auf 120.000 Fass in 2018. Trotz sinkender Fördermenge ist das Land damit weiterhin der drittgrößte Ölproduzent in Subsahara-Afrika (nach Nigeria und Angola). Die Förderung erfolgt überwiegend durch US-amerikanische Firmen (u. a. Exxon Mobil, Marathon Oil, Noble Energy).

Zweitwichtigster Wirtschaftszweig ist die Bauwirtschaft, da der Großteil der Einnahmen aus der Öl- und Gasförderung für Bau- und Infrastrukturmaßnahmen verausgabt wird. Der Holzexport ist stark rückläufig. Die Landwirtschaft ist auf das Niveau bäuerlicher Subsistenzwirtschaft zurückgegangen. Dies ist besonders bei den früheren Hauptexportprodukten Kaffee und Kakao bemerkbar, die heute kaum noch exportiert werden. Ein Großteil der Nahrungsmittel in Malabo und Bata wird importiert.

Seit mehreren Jahren befindet sich das Land in einer Rezession, die vor allem durch sinkende Rohstofferlöse ausgelöst wurde. Die Diversifizierung der Wirtschaft vor allem in den Bereichen Landwirtschaft, Fischerei und Tourismus genießt hohe Priorität in der nationalen Wirtschaftspolitik.

Internationale Wirtschaftsbeziehungen

Äquatorialguinea gehört der Zentralafrikanischen Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft CEMAC und der Franc-Zone an.

Hauptexportländer für Öl sind Indien, China, USA, Spanien, Korea und Japan. Wichtigster Investor in Äquatorialguinea sind die USA. Im Ease of Doing Business Bericht der Weltbank von 2018 belegt Äquatorialguinea Platz 177 von 190 Ländern.

Aktuelle Wirtschaftslage

Die Einnahmen aus Öl- und Gasförderung sind stark zurückgegangen. Es wird aktiv um  Investitionen zur Erschließung neuer Quellen geworben. Das BIP (nominal) für 2017  beläuft sich nach Angaben der Weltbank auf 12,7  Milliarden US-Dollar. Das reale BIP wird voraussichtlich 2019 um 2,7% und 2020 um 2,5% fallen. Die Bautätigkeit ist aufgrund der geringeren staatlichen Investitionen stark zurückgegangen.

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